

Östlich des bestehenden Gemeindehauses befindet sich ein bewohntes, kleines Einfamilienhaus, das vorläufig nicht zur Disposition steht. Aus diesem Grund wurde der neue Baukörper des Dorfsaales südlich des Hauses – sozusagen in zweiter Reihe – angeordnet. Um dem davor entstehenden Dorfplatz die nötige bauliche Fassung zu verleihen, wurde ein ausladender„Finger“ (Bücherei, Bar) orthogonal an den Saal angefügt.
Das raue Äußere (Splitbeton) des Neubaus ist hart und kantig wie ein Fels. Im Inneren ist der Baukörper in Holz ausgebaut. Bei abendlichen Veranstaltungen strahlt das vom Holz reflektierte Licht - schon von Weitem sichtbar - warm und einladend nach Außen.
Um die sichtbare Kubatur gering zu halten, wurden sämtliche Nebenräume und deren Erschließung unter die Oberfläche des Platzes gelegt. Die Volumetrie des Körpers ist von Außen kaum erfassbar. Die Blick- und Lichtführung entspricht dem Verlauf des Hanges und die Maßstäblichkeit des Ortes bleibt gewahrt.
Das aus den 60er Jahren stammende alte Dorfhaus wurde im Inneren neu strukturiert und saniert sowie intern mit dem Neubau verbunden. Der Dorfplatz wird in unbestimmter Zeit (nach Abriss des Einfamilienhauses) fertig gestellt werden.
Vorarlberger Bauherrenpreis 2005
Preis für Menschengerechtes Bauen 2004
Entwurf/Planung: Matthias Hein (Projekt.: M. Abt)
Bauleitung/GOL/KEG: Gernot Thurnher, Feldkirch
Foto: Robert Fessler, Lauterach